Ihr überlegt, euer Kind zu uns in den Wald zu schicken?
Hier findet ihr alles, was ihr dafür wissen müsst – vom ersten Kennenlernen bis zur Platzzusage.
Anmeldung
Die nächsten Termine
- Nachmittag des offenen Waldes: im Januar 2027, Nachmittags (das genaue Datum wird noch bekanntgegeben)
- Anmeldezeitraum: voraussichtlich Ende Januar 2027
- individuelle Schnuppertage: nach Vereinbarung
- Rückmeldung zur Platzvergabe: etwa ab März 2027
So läuft’s bei uns
- zuerst lernen wir uns beim offenen Waldnachmittag kennen
- bei Bedarf können wir einen individuellen Schnuppertermin vereinbaren
- ihr gebt eure Anmeldung ab
- wir kommen mit einer Rückmeldung auf euch zu.
Wichtig: Ohne Schnuppern geht es bei uns nicht – wir möchten euch und euer Kind vorher kennenlernen!
Kommt uns besuchen
Einmal im Jahr, meist im Januar, machen wir einen Nachmittag des offenen Waldes. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Bringplatz in der Wessener Str. 17 – bitte am Dirtpark parken oder mit dem Rad kommen. Von dort geht’s eine Runde übers Gelände, plant 1 bis 1,5 Stunden ein. Die Kinder dürfen natürlich mit.
Gegen 15.30 Uhr sind wir zurück am Bringplatz. Dort trefft ihr Vorstand, Gruppenleitungen und Elternbeirat, könnt alles zu Verein und Elterninitiative fragen, direkt anmelden und/oder einen Schnuppertermin ausmachen. Bitte kontaktiert uns vorab, damit wir planen können.
Wer schon vorher wissen will, wie wir arbeiten – etwa zu Inklusion und Integration –, liest am besten unsere Konzeption Sie ist die Grundlage für alles, was wir mit den Kindern im Wald machen. Unser Ziel ist eine schöne, sichere und liebevolle Kindergartenzeit, bei der wir uns auf jedes Kind einzeln einstellen.
Die Anmeldung
Das braucht ihr dafür:
- Ausgefülltes Anmeldeformular
- 5 Euro Anmeldegebühr
- Masernimpfnachweis
- Gelbes Untersuchungsheft und Impfbuch – wenn ihr persönlich vorbeikommt
Alles zusammen schickt ihr an den Waldkindergarten Übersee, Wessener Str. 17, 83236 Übersee, oder werft es in den Briefkasten direkt am Parkplatz.
Wichtig: Wir nehmen Anmeldungen nur innerhalb des Anmeldezeitraums an (siehe oben). Und vergesst nicht, zusätzlich einen Schnuppertermin auszumachen – die gibt es meist ab Anfang Februar.
Wer bekommt einen Platz?
Eine Anmeldung ist keine Garantie auf einen Platz, und eine Warteliste führen wir nicht. Die Nachfrage ist groß, die Plätze sind begrenzt – wir können leider nicht alle Kinder nehmen. Bei einer Absage könnt ihr aber auf die Nachrückliste.
Wie viele Plätze frei werden, hängt davon ab, wie viele Familien uns im Sommer verlassen und wie die Gruppen zusammengesetzt sind. Wir melden uns meist bis Anfang Mai, sobald alle Familien schnuppern konnten. Worauf wir bei der Auswahl schauen – ohne Rangfolge, es zählt das Gesamtbild:
- Geschwisterkinder, die gleichzeitig bei uns sind
- Vereinsmitglieder
- Familien vor Ort, dann aus dem näheren und weiteren Umkreis
- Integrationskinder mit Förderbedarf – wir haben 3 Integrationsplätze
- Familiensituation
- Ausgewogenes Verhältnis von Mädchen und Jungen
- Überzeugung von Waldpädagogik und Elterninitiative samt der Aufgaben, die bei uns dazugehören
- Gruppenzusammensetzung und Alter
Von Dezember bis Februar nehmen wir grundsätzlich keine Kinder auf. Ein Quereinstieg ab März oder April ist möglich. Kinder unter 2 Jahren können wir nicht aufnehmen.
Unsere Gruppen
Unsere beiden Regelgruppen heißen Wurzelmäuse und Wurzelhörnchen. Zeiten und Kosten findet ihr unter Buchungszeiten und Kosten. Kontaktieren könnt ihr uns über die Kontaktseite.
Wurzelzwergerl – für die Kleinsten (in Planung)
Für Kinder von etwa zwei bis drei Jahren planen wir eine eigene Gruppe: ein behutsamer Einstieg in den Waldalltag auf leicht zugänglichem Gelände, geleitet von qualifizierten pädagogischen Fachkräften.
- An drei bis vier Wochentagen von 8:30 bis 12:15 Uhr, je nach Bedarf
- Fünf bis acht Kinder, eine pädagogische Leitung plus zweite Betreuungskraft
- Meist draußen auf dem Gelände, bei schlechtem Wetter im Schutzraum
- Freies Spiel, Kreatives, Natur erkunden, feste Rituale wie Morgen- und Abschlusskreis. Die Waldregeln lernen die Kinder Schritt für Schritt, die Eingewöhnung machen wir individuell.
- Von den Eltern kommen gesunde Brotzeit, passende Kleidung und Ausrüstung sowie Elterndienste wie Wassertransport, Waschen und Hospitieren
Ob die Gruppe wirklich startet, hängt davon ab, wie viele Familien Interesse haben – wir stecken noch in der Konzeption. Sagt uns über das Interessentenformular Bescheid, dann melden wir uns, sobald es feststeht.
Formulare
- Anmeldeformular – die verbindliche Anmeldung
- Interessenformular – wenn ihr euch fürs kommende Jahr vormerken lassen wollt
- Interessenformular für die Zwergal-Gruppe kommt noch – für die geplante Gruppe der Zwei- bis Dreijährigen
Das Interessentenformular ist keine Anmeldung – es hilft uns nur, den Bedarf einzuschätzen.
Häufige Fragen
Reicht das Anmeldeformular allein? Nein. Ohne Schnuppertermin vergeben wir keine Plätze.
Gibt es eine Warteliste? Nein, aber bei einer Absage kommt ihr auf die Nachrückliste.
Wir haben den Anmeldezeitraum verpasst. Ruft einfach bei der Leitung an. Ein Quereinstieg ab März/April ist möglich, und übers Interessentenformular merken wir euch fürs nächste Jahr vor.
Was kommt als Eltern auf uns zu? Wir sind eine Elterninitiative: Neben der Betreuung gehören Elterndienste und Mitarbeit im Verein dazu. Mehr Info’s dazu findet ihr in der Konzeption beim offenen Waldnachmittag oder hier.
Buchungszeiten und Kosten
Öffnungszeiten
| Montag & Mittwoch | 7:30 Uhr bis 14:00 Uhr |
|---|---|
| Dienstag & Donnerstag | 7:30 Uhr bis 15:00 Uhr |
| Freitag | 7:30 Uhr bis 13:00 Uhr |
| Späteste Bringzeit | 8:00 Uhr |
Buchungskategorien
| Buchungszeit | Kind ab 3 Jahre* | Kind unter 3 Jahre** |
|---|---|---|
| 2 bis 3 Stunden (Split-Platz, nur nach Verfügbarkeit, bei unter 3 Jahren) | — | 177,00 € |
| 3 bis 4 Stunden | 107,00 € | 197,00 € |
| 4 bis 5 Stunden (ca. 4 Vormittage) | 117,00 € | 207,00 € |
| 5 bis 6 Stunden (5 Vormittage) | 127,00 € | 227,00 € |
| 6 bis 7 Stunden (1 oder 2 Gruppen-Nachmittage) | 138,00 € | 267,00 € |
Zusatzbeiträge
| Beitrag | Kind ab 3 Jahre | Kind unter 3 Jahre |
|---|---|---|
| Materialgeld | 7,00 € | 7,00 € |
| Essensgeld | 16,00 € | 16,00 € |
| Arbeitsdienst | Infos siehe unten | Infos siehe unten |
* Ab dem 1. September des Kalenderjahres, in dem das Kind das dritte Lebensjahr vollendet, bezuschusst der Freistaat Bayern den Elternbeitrag bis zum Schulbesuch mit maximal 100 € pro Kind und Monat; der monatliche Beitrag reduziert sich entsprechend.
** Zusätzlich zahlt der Freistaat Bayern seit 1. Januar 2020 das Bayerische Krippengeld: bis zu 100 € pro Kind und Monat ab dem ersten Geburtstag. Das Krippengeld muss separat beantragt werden – nähere Infos gibt es beim Bayerischen Staatsministerium.
Arbeitsdienst
Unser Waldkindergarten wurde aus einer Elterninitiative gegründet, d.h. wir sind auf die Mithilfe der Eltern angewiesen.
Verpflichtend sind:
- 20 Stunden pro Elternpaar im laufenden Kindergartenjahr / Alleinerziehende 10 Stunden
- 2 Waldaktionstage pro Kindergartenjahr
Beispiele für anfallende Arbeiten:
- Wasserdienste
- Materialfahrten zum Bauwagen
- Bauwagen reinigen
- Wald- & Handwerksarbeiten
- Schnee räumen/streuen am Parkplatz und zum X-Gloo
- Klamotten waschen
- Kuchen backen & Verkauf (Dorfmarkt & Christkindlmarkt)
- EDV / Homepage / Öffentlichkeitsarbeit
- Gartenarbeiten im Waldgarten
- u.v.m.
Häufig gestelle Fragen FAQ
- Wo gehen die Kinder aufs Klo?
- Sind die Kinder auch bei schlechten Wetter ständig draußen?
- Erkälten sich die Kinder nicht, wenn sie bei jedem Wetter im Wald sind?
- Wie schütze ich meine Kinder vor Zecken?
- Was ist mit der Gefahr von Fuchsbandwurm?
- Wie ist es um die Sicherheit bestellt?
- Was machen die Kinder den ganzen Vormittag?
- Gibt es im Waldkindergarten auch Vorschule?
Wo gehen die Kinder aufs Klo?
An jedem Waldplatz stehen vereinbarte Klobäume. Für die Kinder stellt das Pieseln im Freien kein Problem dar. Das An- und Ausziehen beherrschen die Kinder nach einigen Monaten selbstständig. Wenn es kalt ist, helfen wir selbstverständlich vermehrt, denn die Kinder sollen auf keinen Fall frieren. Das große Geschäft, das äußerst selten vorkommt, wird in die Erde/Schnee eingegraben. Nach jedem Klogang werden die Hände gewaschen. Wenn die Kinder in die Hose pieseln, erhalten Sie aus unserem Depot frische, warme und trockene Kleidung.
Sind die Kinder auf bei schlechten Wetter ständig draußen?
Erfahrungsgemäß stört Regen und Schmuddelwetter die Kinder weniger und es ist eher die Sorge der Eltern. Wir gehen jeden Tag in den Wald und die Kinder werden sich an alle Wetterlagen gewöhnen und ihre Reize kennen lernen. Wichtig ist dabei natürlich die passende Ausrüstung, z.B. Regensachen, das Zwiebelprinzip im Winter. Als Schutz bei Dauerregen haben wir ein Sonnensegel, Tipi, das X-Gloo sowie Planen oder den beheizbaren Bauwagen, der nachmittags auch für eine Ruhepause der Kinder genutzt wird. Lediglich bei extremen Wettersituationen wie Sturm (Gefahr der herabstürzenden Äste), bittere Kälte (-10/-15 Grad, je nach Wind und Feuchtigkeit) oder Gewitter gehen wir in unseren Schutzraum.
Erkälten sich die Kinder nicht, wenn sie bei jedem Wetter im Wald sind?
Studien belegen das genaue Gegenteil: Waldkinder sind viel seltener krank als andere Kinder und ihr Immunsystem wird durch den dauernden Aufenthalt im Freien nachhaltig gestärkt.
Wie schütze ich mein Kind vor Zecken?
Den besten Schutz vor Zecken bildet die richtige Kleidung. Das heißt auch im Sommer lange Oberteile und lange Hosen. Zusätzlich kann die Hose in lange Socken bzw. Gamaschen gesteckt werden. Außerdem können die Kinder noch mit sogenanntem “Zecken- / Mückenspray” eingesprüht werden, das Personal sprüht im Laufe des Vormittags dann bei Bedarf nach.
Eine Impfung gegen FSME ist empfehlenswert, aber keine Pflicht.
Mittags sollten die Kinder zu Hause am gesamten Körper nach Zecken abgesucht werden. Kopf, Körperfalten, Rücken und die Partie hinter den Ohren sollten dabei nicht vergessen werden. Die Kleidung sollte gewechselt und ausgeschüttelt werden. Wenn Zecken innerhalb von 12 Stunden entfernt werden, ist die Infektionsgefahr mit Borreliose gering. Zudem werden wir die Eltern über die Symptomatik von Borreliose und FSME aufklären, damit sie erste Anzeichen frühzeitig erkennen können.
Was ist mit der Gefahr von Fuchsbandwurm?
Bandwurmeier, die sich im Kot von Hunden, Füchsen und Katzen befinden können, setzen sich an Pflanzen fest. Wenn der Mensch diese verzehrt (z.B. Heidelbeeren) kann er sich infizieren. Deshalb werden die Kinder strikt angehalten, Beeren und andere Waldfrüchte nicht roh zu verzehren. Außerdem dürfen sie keine toten Tiere anfassen.
Wie ist es um die Sicherheit bestellt?
Die Plätze, an denen sich die Kinder meistens aufhalten, werden regelmäßig von einem Sicherheitsbeauftragten begutachtet.
Für den Fall, dass ein Unfall passiert haben die Erzieherinnen immer eine Erste- Hilfe- Ausrüstung und ein Handy dabei.
Die Unfallgefahr ist im Wald nicht größer als woanders: die Kinder lernen durch die ständige Bewegung im Wald auf verschiedensten Untergründen das Abfangen, Fallen, Aufrichten und Klettern. Außerdem können sie sich durch diese Erfahrungen besser selbst einschätzen, z.B. beim Klettern auf Bäume. Durch die Übung entsteht eine Stärkung des Gleichgewichtvermögens und der Koordinationsfähigkeit.
Wir haben außerdem ein ausführliches Schutzkonzept erarbeitet.
Was machen die Kinder den ganzen Vormittag?
Der Wald bietet einen idealen und unerschöpflichen Spielraum. Die Kinder spielen mit allen Dingen, die die Natur so bietet: Stöcke, Steine, Sand, Blätter, Fichtenzapfen, Kastanien, Rinde, Moos, Wasser etc. Die Kinder lieben es auch, miteinander in Rollenspiele einzutauchen. Das freie Spielen ohne vorgefertigtes Spielzeug regt zum selbständigen Gestalten, Experimentieren und Erfinden an. Zusätzlich können die Kinder alters- und umgangsgerecht unser Waldwerkzeug, wie Feilen, Sägen, Hammer und Schnitzmesser benutzen.
Neben dem freien Spielen gibt es bei uns auch angeleitete Angebote. Gemeinsames Basteln und Malen, Spiele mit der Gruppe, Einstudieren neuer Lieder, Vorlesestunde, Experimente. Auch die Zeit für die Arbeit mit einzelnen Kindern oder in Kleingruppen ist bei uns vorhanden.
Gibt es im Waldkindergarten auch Vorschule?
Vorschule findet im Waldkindergarten genauso statt, wie in jedem Regelkindergarten. Viele Bereiche der Vorschule sind bei uns bereits in den Alltag integriert, wie zum Beispiel Zahlen, Wochentage, Jahreszeiten, usw., so dass die Kinder damit spielerisch von Anfang an in Berührung kommen und dabei lernen.
Außerdem werden die Vorschulkinder in kleinen Gruppen gezielt gefördert und durch die Stärkung der vorschulischen Kompetenzen auf die Schule vorbereitet.
Da es im Waldkindergarten nur wenig vorgefertigtes Spielzeug gibt, werden die Kinder ermuntert, aus Naturmaterialien auf innovative Weise viele Spielmöglichkeiten zu entwickeln. Ihre Kreativität und Phantasie, aber auch ihre Sprachentwicklung und -kompetenz werden dadurch intensiv gefördert.
Nach dem Besuch des Waldkindergartens sind die Kinder, immer unter Berücksichtigung individueller Unterschiede, genauso schulfähig wie nach dem Besuch eines Regelkindergartens.
Wir arbeiten im Waldkindergarten nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan, zusätzlich werden die Kinder in ihrer Selbstständigkeit gefördert und durch die gezielte Stärkung ihrer Kompetenzen bestens auf die Schule vorbereitet.
